bilden seit Jahrtausenden die Grundlage für eine groß Zahl von Produkten.
Zumeist zu Garnen versponnen, dienten sie als Ausgangsmaterial für die Herstellung von Stricken Tauen (z.B. für die Seefahrt) und Schnüren. Zu Sackwaren oder Tüchern verwoben, wurden daraus
Verpackungswaren, Segeltuch aber auch Stoffe für die Bekleidung hergestellt.
Die meisten, auf internationaler Ebene angebauten Bastfaserpflanzen sind Jute und Kenaf; in der EU dominieren Flachs und Hanf.
Als Hartfaserpflanzen sind vor allem Sisal sowie Abaca bekannt und verbreitet.
In vielen Ländern der Erde werden sie als sog. "cash crops" angebaut und tragen zum Einkommen in der Landwirtschaft bei.
Besondere Bedeutung erlangen Pflanzenfasern und ihre Nebenprodukte durch ihre Potentiale im Rahmen der nachhaltigen, die fossilen Ressourcen schonenden, Entwicklung und der bio-basierten
Kreislaufwirtschaft. In der von der Bundesregierung im Juli 2013 beschlossenen Bioökonomie-Strategie
2030 sollen fossile Rohstoffe sukzessiv durch pflanzliche Materialien ersetzt werden. Flankiert wird die nationale Strategie auf Europäischer Ebene von der "Green Economy".
Zunehmendes Interesse erfährt die sogenannte zirkuläre bio-basierte Ökonomie, in der konsequent Ansätze eines echten Recyclings verfolgt werden, und Kaskadennutzungsoptionen nachgelagerte Rollen
einnehmen.